Der
Smaragd
ist der bekannteste und teuerste Edelstein der Beryll-Gruppe.
Sein Name entstammt dem griechischen Wort „smaragdos“
und bedeutet grüner Stein.
Seine einzigartige Farbe (smaragdgrün) erhält der
Smaragd durch Spuren von Chrom, in seltenen Fällen ist
auch Vanadium als farbgebendes Element möglich.
Bereits im Alten Ägypten war der Smaragd
der beliebteste aller Edelsteine, und bis heute ist er unter
den grünen Farbedelsteinen im weltweiten Verkauf die
uneingeschränkte Nummer 1.
Die teuerste Farbe ist ein sattes grün
mit einer Nuance blau – diese Farbgebung ist typisch
für die kolumbianischen Smaragde. Wer reine, intensive
Grüntöne bevorzugt, wird eher zu brasilianischen
Smaragden greifen. Schöne Funde werden auch immer wieder
aus Sambia geliefert, wobei diese Steine häufig ein dunkles
Grün aufweisen.
Smaragde weisen fast immer kleine Einschüsse
auf, diese werden Jardin genannt, nach dem französischen
Begriff für Garten. Absolut einschlußfreie Smaragde
sind ausgesprochen selten und erzielen höhere Preise,
als gleichwertige, lupenreine weisse
Diamanten.
Um Risse und andere Fehler zu kaschieren,
werden Smaragde häufig mit farbigen Ölen oder mit
Kunstharzen behandelt – diese Vorgänge sind deklarationspflichtig,
weil der Wert solcher Smaragde unter jenem vom unbehandelten
Exemplaren liegt. Aus diesem Grund und um sich vor Synthesen
zu schützen sollten hochwertige Smaragde immer nur mit
einem von unabhängiger Seite erstellten Edelsteingutachten
gekauft werden!
Wie alle Berylle ist auch der Smaragd ein
etwas spröder Edelstein, d.h. er ist, insbesondere aufgrund
von kleinsten Spannungsrissen stoß- und druckempfindlich.
Aus diesem Grund wurde eigens für Smaragde der „Smaragdschliff“
in Form eines Rechtecks mit abgekanteten Ecken entwickelt,
um so die empfindlichen Kanten gewissermaßen zu entschärfen.
Heute wird diese Form des getreppten Facettenschliffs
meist als Octagon bezeichnet.
Einige
der größten, je gefundenen Smaragde im Ausmaß
von jeweils mehreren hundert Carat befinden sich in den Naturhistorischen
Museen von London, Wien, Moskau sowie New York und in der
weltweit einzigartigen Sammlung der Bogotá-Bank in
Kolumbien.
Trotz seiner typischen Merkmale kann der
Smaragd relativ leicht mit einigen anderen Edelsteinen verwechselt
werden, sofern man über keine gemmologische
Ausrüstung verfügt.. Dies betrifft vor allem die
grüne Granat-Varietät Tsavorit
und den Chrom-Diopsid.
Der Smaragd ist als Monatsstein
dem Mai zugeordnet.
| Gemmologie |
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| Mineral: |
Beryll-Gruppe |
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| Mineralklasse: |
Silicate |
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| Varietät:
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Smaragd |
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| Chemismus: |
Aluminium-Beryllium-Silicat
mit Spuren von Chrom |
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| Mohshärte: |
7,5 - 8 |
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| Kristallstruktur: |
hexagonal |
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| Dichte: |
2,67 - 2,78 |
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| Farbe(n): |
grün |
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| Lichtbrechung: |
1,565 - 1,602 |
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| Doppelbrechung: |
0,006 |
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| Pleochroismus: |
deutlich |
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