Aufgrund
der hohen Werte von Lichtbrechung
und Dispersion
zählt der Zirkon zu den wenigen Edelsteinen, dessen Feuer
und Brillanz dem Diamanten
nahe kommt.
Zirkon wird als Edelstein schon seit der Antike verwendet,
sein Name stammt von den persischen Wörtern “zar“
(für Gold) und “gun“ (für Farbe) ab.
Als eigenes Mineral wurde der Zirkon erst im 18. Jahrhundert
klassifiziert.
Mit über 4,4 Milliarden Jahren sind Zirkone die ältesten
Minerale
unserer Erdkruste. 
Aus Zirkon wird das seltene Metall Zirkonium gewonnen, das
als besonders korrosionsbeständig gilt. Zirkone weisen
immer einen Anteil der radioaktiven Elemente Thorium, Hafnium
und Uran auf, allerdings in gesundheitlich völlig unbedenklicher
Konzentration. Diese Elemente sind auch für die starken
Schwankungen vieler Eigenschaften (siehe Dichte, Härte,
Lichtbrechung) zwischen den Zirkonen verschiedener Farben
und Fundstellen verantwortlich.
Zirkon kommt
in vielen natürlichen Farben vor, am häufigsten
sind unterschiedlich ausgeprägte Braun-, Gelb- und Rot-Töne.
Nur selten findet man auch grüne, orange und violette
Zirkone.
Durch Brennen
bei Temperaturen zwischen 800 und 1000 ° Celsius von bräunlichen
Exemplaren entstehen die besonders attraktiven Farben mittelblau
(Starlit) bzw. farblos, letztere Varietät wird sehr häufig
im Brillantschliff verarbeitet. Der Einfluss von Sonnenlicht
bzw. UV-Strahlung kann vereinzelt zu Veränderungen dieser
Farben führen.
Bedingt durch die Ähnlichkeit seines Namens mit dem
synthetischen und praktisch wertlosen Diamantersatz “Zirkonia“
hat dieser Farbedelstein
trotz seines relativ günstigen Preises kaum einen Stellenwert
in den Kollektionen internationaler Schmuckhersteller. Nur
wenige, fachkundige Schmuckdesigner, Goldschmiede und Edelsteinsammler
greifen immer wieder gerne auf diesen besonderen Edelstein
zurück.
Ergiebige
Vorkommen - meist Seifenlagerstätten – von Zirkon
in Edelsteinqualität liefern Kambodscha, Thailand, Vietnam,
Myanmar, Sri Lanka, Tansania, Mosambik, Nigeria und Südafrika.
Zirkon ist der Monatsstein
für Dezember.
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