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Diamanten im Edelsteinlexikon von carat-online.at

weisser Diamant Farbdiamant weisser Diamant im Princess-Schliff

Der Diamant besteht aus reinem Kohlenstoff und unterscheidet sich von allen anderen Edelsteinen durch seinen besonderen Härtegrad von 10 auf der 10-teiligen Mohsskala. Kein anderes Mineral kommt ihm diesbezüglich nahe, selbst das zweithärteste Mineral, der Korund (Rubin & Saphir, Härte 9) weist eine 140-fach geringere Schleifhärte auf. Daher resultiert auch sein Name, der vom griechischen Wort „adamas“ abgeleitet ist, was soviel bedeutet wie „der Unbezwingbare“.

Kein anderer Edelstein bewegt derart hohe Summen im weltweiten Verkauf, für keinen anderen Edelstein werden auch nur annähernd so hohe Summen investiert, um neue Vorkommen zu entdecken bzw. die vorhandenen Lagerstätten kommerziell auszubeuten.

Rund 50 % der weltweit verkauften Diamanten stammen heute aus afrikanischen Ländern wie Südafrika, Angola, Botswana und Namibia, gefolgt von Russland und Australien. Kleinere Vorkommen hoher Qualität liefern z.B. Brasilien, Kanada, Indien und China. Viele der afrikanischen Länder sind häufig von innenpolitischen Unruhen erfasst, wodurch das Thema „Blutdiamanten“ entstanden ist. Um dies zu unterbinden, bietet die Diamantindustrie sogenannte konfliktfreie Diamanten an, die aus politisch stabilen Quellen stammen. Mit Hilfe modernster Labor-Diagnostik lässt sich heute die Herkunft eines Diamanten definitiv bestimmen.

Bei dieser Gelegenheit soll aber doch erwähnt werden, dass Diamanten – trotz häufig anderslautender Behauptungen – keineswegs besonders selten sind. Es gibt zahlreiche Farbedelsteine, die in hoher Qualität um ein Vielfaches seltener vorkommen, die aber über kein vergleichbares (perfekt funktionierendes) globales Marketing verfügen.

Das Diamant-Angebot ist nur deshalb immer wieder beschränkt, weil es durch ein Syndikat fast weltweit kontrolliert wird. Der hohe Preis für Diamanten hat weit weniger mit der Seltenheit dieses Edelsteines zu tun, als mit einer hoch effizienten Marketingstrategie.

Die wichtigste und nachvollziehbare Unterscheidung zu allen anderen Edelsteinen liegt in dem Umstand, dass Diamanten einem präzisen und global gültigen Bewertungsschema unterliegen. Darin werden die Faktoren Farbe, Reinheit, Schiff/Proportion/Finish sowie Gewicht erfasst, entsprechend graduiert und aus den so ermittelten Daten der aktuelle Wert ermittelt.


Farbgraduierung

     
Farbangaben / RAL 560 A5E
     
Hochfeines Weiss+ River = Blauweiß
D
Hochfeines Weiss
E
   
 
Feines Weiss+ Top-Wesselton = Feines Weiss
F
Feines Weiss
G
   
 
Weiss Wesselton = Weiss
H
   
 
Leicht getöntes Weiss Top Cape = Schwach Gelblich
K
L
   
 
Getönt 1
bis
Getönt 4
Cape = Gelblich
Light Yellow = Schwach Gelb
Yellow = Gelb
M
bis
Z

Reinheitsgraduierung

   
Lupenrein / IF = internally flawless Bei 10x Vergrößerung sind keine Einschlüsse zu erkennen.
VVS 1 + 2 = very, very small inclusions Sehr, sehr kleine Einschlüsse, bei 10x Vergrößerung nur sehr schwer zu erkennen.
VS 1 + 2 = very small inclusions Sehr kleine Einschlüsse, bei 10x Vergrößerung schwer zu erkennen.
Si 1 + 2 + 3 = small inclusions Kleine Einschlüsse, bei 10x Vergrößerung leicht zu erkennen.
Piqué 1 = imperfekt Einschlüsse, welche die Brillanz nicht mindern und bei 10x Vergrößerung sofort zu erkennen sind.
Piqué 2 = imperfekt Größere und/oder zahlreiche Einschlüsse, welche die Brillanz etwas beeinträchtigen und mit bloßem Auge gut zu erkennen sind.
Piqué 3 = imperfekt Große und/oder zahlreiche Einschlüsse, welche die Brillanz erheblich beeinträchtigen und mit bloßem Auge sehr leicht zu erkennen sind.
opak unterste Qualität, eine Vielzahl an Einschlüssen bewirken absolute Lichtundurchlässigkeit, keinerlei Brillanz.

Der Brillantschliff ist die am häufigsten bei Diamanten angewendete Schliff-Variante. Seine spezifischen Merkmale sind eine kreisrunde Rundiste mit mindestens 32 Facetten und der Tafel im Oberteil, sowie mindestens 24 weiteren Facetten im Unterteil. Die sogenannte Kalette bildet eine punktförmig abgeplattete Spitze am unteren Ende des geschliffenen Steines. Nur ein in diesem Schiff verarbeiteter Diamant wird als Brillant bezeichnet.

Brillantschliff aus der Seitenansicht Brillantschliff aus der Unteransicht Brillantschliff aus der Oberansicht

In den letzten Jahrzehnten haben sich neben den weissen Diamanten auch farbige Varietäten auf dem Weltmarkt etabliert, die sogenannten Fancy Diamonds. Die farbgebenden Substanzen sind verschiedenste Spurenelemente im Kristallgitter, die natürliche Farbtöne von gelb, rosa, blau, grün, bis braun ermöglichen. In besten Qualitäten erreichen diese Farbdiamanten Caratpreise, die um ein mehrfaches über jenen von in der Größe vergleichbaren, lupenreinen weissen Diamanten liegen.
Einige der weltweit bekanntesten und teuersten Diamanten sind Fancys, wie z.B. der Tiffany (orange, 128 ct.), Dresden (grün, 41 ct.), und der Hope (blau, 45 ct.). Zu den populärsten weissen Diamanten zählen u.a. der Kohinoor (108 ct.), der Cullinan II (317 ct.) und der größte, jemals geschliffene Diamant namens Stern von Afrika (530 ct.).

Hochwertige Diamanten sollten aus Sicherheitsgründen im Interesse des Käufers immer nur mit einem renommierten Diamantgutachten erstanden werden. Dieses Zertifikat erhöht zwar den Kaufpreis, ist aber im Falle des Wiederverkaufes bzw. auch in Versicherungsfragen unverzichtbar.

Der Diamant gilt als Symbolstein für den 60. Hochzeitstag, der Diamantene Hochzeit genannt wird und ist als Monatsstein dem April zugeordnet.

Gemmologie

Mineral: Diamant
Mineralklasse: Elemente
Varietät: Diamant
Chemismus: Kohlenstoff (kristallisiert)
Mohshärte: 10
Kristallstruktur: kubisch
Dichte: 3,50 - 3,53
Farbe(n): farblos, gelb, grün, blau, rot, braun, schwarz
Lichtbrechung: 2,417 - 2,419
Doppelbrechung: anomal
Pleochroismus: fehlt
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