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Opal im Edelsteinlexikon von carat-online.at

Edelopal Oval Cabochon Feueropal im Tropfenschliff Rosa Opal Rund Cabochon

Der Name Opal entstammt dem Altsanskrit-Wort “upala“ und bedeutet “kostbarer Stein“. Die Einzigartigkeit des Edelopals besteht in seinem regenbogenartigen Farbenspiel, das sich je nach Betrachtungswinkel verändert. Der Grund dafür sind mikroskopisch kleine Kugeln des Minerals Cristobalit, die in Kieselgelmasse eingelagert sind und durch Reflexionen und Interferenzen des Lichts das typische “opalisieren“ bewirken.

Die Mineral-Gruppe der Opale gliedert sich in 3 völlig unterschiedliche Varietäten:

Edelopal

Unter diesem Begriff versteht man nur jene Exemplare, die das bereits oben beschriebene opalisieren zeigen. Die Vertreter dieser Gruppe sind der Schwarzopal (dunkle Grundfarbe, sehr selten), der Weisse Opal (helle Grundfarbe), Jelly-Opal (blaugrau, mittleres Farbspiel), Boulder-Opal (Sandsteinbasis mit bunter Opalschicht), Harlekin-Opal (mosaikartiges, buntes Farbspiel), Crystal-Opal (nahezu farblos, geringes Farbspiel) und der Girasol (weißlich mit bläulichem Schimmer). Um das Farbspiel bestmöglich zur Geltung zu bringen, werden Edelopale fast immer als Cabochons geschliffen. Die Preisgestaltung des Edelopals orientiert sich zur Gänze am Farbfaktor, wobei rot am teuersten ist, gefolgt von blau, grün und gelb. Bei einem qualitativ hochwertigen Edelopal verteilen sich die Farben und das Opalisieren absolut gleichmäßig über seine gesamte Oberfläche. Makellose Edelopale sind insbesondere bei Opal-Sammlern und exquisiten Schmuckerzeugern sehr beliebt und erzielen Höchstpreise.

Feueropal

Feueropale sind die transparenten Varietäten der Opal-Familie, zeigen aber in den meisten Fällen kein typisches opalisieren. Das Farbspektrum reicht von gelb über orange bis zu rot. In besten Qualitäten ist Feueropal nicht milchig, sondern glasklar mit intensiver Farbgebung und entsprechender Brillanz. Die begehrteste, teuerste und auch seltenste Farbe ist ein intensives Rot. Der Feueropal wird in den meisten Fällen als facettierter Edelstein angeboten, nur mindere Reinheits-Qualitäten werden zu Cabochons verschliffen.

Gemeiner Opal

Darunter versteht man jene Opal-Varietäten (Synonym: Halbopale), die weder opalisieren noch eine Transparenz aufweisen. Dazu zählen u.a. der Moosopal, Dendritenopal, Milchopal, Anden-Opal, Prasopal, Honigopal, Wachsopal und der Milchopal. Der leicht milchige Schimmer, den gemeine Opale (aber auch Mondsteine) häufig aufweisen, wird “opaleszieren“ genannt. Gemeine Opale werden fast immer als Schmuckstein-Cabochons angeboten.


Allen Opalen gemeinsam ist der Umstand, dass sie zwischen 5 und bis zu 30 % Wasser enthalten. Da dieser Wassergehalt mit der Zeit abnimmt, entstehen häufig Risse und das Opalisieren wird empfindlich reduziert. Durch eine kurzfristige Lagerung in einem feuchten Tuch wird dieser Prozess verhindert und das Farbenspiel im Idealfall sogar noch erhöht.


Opal reagiert sehr sensibel auf Chemikalien (Seife, Parfum, Cremes, Reinigungsmittel) und sollte als Ringstein aufgrund seiner Sprödigkeit und Druckempfindlichkeit nur in geschlossenen Fassungen verarbeitet werden.

Die wichtigsten Edelopal-Vorkommen liegen in Australien (Andamooka, Coober Pedy, Lightning Ridge). Feueropale in bester Qualität liefern Brasilien, Honduras, Mexiko und die USA. Gemeiner Opal wird in Peru, Brasilien, Mexiko, USA, Madagaskar, Russland, Indien u.v.a.

Opal ist gemeinsam mit dem Turmalin der Monatsstein für Oktober.

Gemmologie

Mineral: Quarz-Gruppe
Mineralklasse: Oxide
Varietät: Amethyst
Chemismus: Siliciumdioxid
Mohshärte: 7
Kristallstruktur: trigonal
Dichte: 2,65
Farbe(n): violett, lila, flieder
Lichtbrechung: 1,544 - 1,553
Doppelbrechung: 0,009
Pleochroismus: sehr schwach
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