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Topas im Edelsteinlexikon von carat-online.at

Blauer Topas im Octagon Treppenschliff Topas im Triangelschliff Imperial Topas im Ovalschliff

Bei Topas denkt man heute hauptsächlich an preiswerte, farblose, blaue oder bräunliche Edelsteine, obwohl dieses Mineral auch in einigen sehr exklusiven Farben vorkommt, die ein sehr hohes Preisniveau erreichen.

Der gelblich-orange Imperial-Topas aus Brasilien (Minas Gerais, Ouro Preto) zählt zu den begehrtesten Farbsteinen überhaupt, ebenso wie die vorwiegend aus Russland (Transbaikalien) stammenden rosa- bis violetten Topase.

Die überwiegende Zahl an natürlichen Topas-Funden weist entweder gar keine Farbe auf oder ein helles Blau (ähnlich dem Aquamarin) bzw. helles Gelb. Aufgrund der hohen Lichtbrechung und des starken Glasglanzes eignet sich Topas ganz besonders für Treppen- und Scherenschliffe sowie alle Facettenschliffe mit brillantiertem Oberteil – dadurch werden die nicht sehr kräftigen Farben optisch verstärkt. Durch Brennen erzielt man bei Topasen einzelner Fundorte einen Farbumschlag von bräunlich auf rosa.

Vom Blautopas werden seit vielen Jahren Exemplare angeboten, die durch radioaktive Bestrahlung farbverbessert wurden. Die so erzielten Farben werden u.a. Sky-Blue, Swiss-Blue und London-Blue genannt, sind gesundheitlich unbedenklich und müssen als “behandelt“ deklariert werden.
Eine weitere Methode der Farbverbesserung stellt die Diffusionsbehandlung dar, in der Topas gemeinsam mit einer farbgebenden Substanz erhitzt wird und es dabei auf der Oberfläche des Steines zu einer Farbveränderung kommt, während sein Inneres weitestgehend unverändert bleibt. Dies ist sehr häufig bei pinkfarbenen und grünen Topasen der Fall – auch hier besteht eine Deklarationspflicht für den Anbieter!

Recht häufig trifft man auf die Bezeichnungen “Rauch-Topas, Gold-Topas, Palmeira-Topas oder Madeira-Topas“ – bei diesen Steinen handelt es sich um Rauchquarz bzw. Citrine, mit denen unseriöse Anbieter auf diesem Weg versuchen, höhere Preise zu erzielen.

Topas-Kristalle kommen in beachtlichen Größen vor, Exemplare von 100 kg und mehr sind keine Besonderheit – dadurch erklärt sich auch der wirklich günstige Preis dieses qualitativ ansprechenden Edelsteines. Der größte geschliffene Topas hat ein Gewicht von knapp über 21.000 Carat, eine kräftige hellblaue Naturfarbe und trägt den Namen “Princess of Brazil“. Bei den Edelsteinschleifern kommt eigentlich fast nur sauberes Material für Facettenschliffe zur Verarbeitung, während Topase mit deutlichen Einschlüssen vorwiegend als sehr günstige Cabochons Verwendung finden.

Aufgrund seiner guten Härte und relativen Unempfindlichkeit (ausgenommen starke Sonneneinstrahlung – diese kann zu Farbverlust führen) eignet sich Topas in hohem Maße für täglich getragene Schmuckstücke.

Die ergiebigsten Topas-Vorkommen liegen in Brasilien, Nigeria und Russland, gefolgt von Pakistan, Sri Lanka und den USA.

Topas ist der Monatsstein für November.

Gemmologie

Mineral: Topas
Mineralklasse: Silicate
Varietät: Topas
Chemismus: Aluminium-Silicat (fluorhaltig)
Mohshärte: 8
Kristallstruktur: orthorhombisch
Dichte: 3,49 - 3,57
Farbe(n): farblos, gelb, orange, champagne, blau, rosa, grün u.a.
Lichtbrechung: 1,609 - 1,643
Doppelbrechung: 0,008 - 0,016
Pleochroismus: fehlt - stark
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