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Etwa in der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde der Facettenschliff
entwickelt. Bis dahin wurden Edelsteine lediglich an ihren
natürlichen Kristallenden, Spaltflächen oder
Bruchstellen poliert um so den Glanz und die Transparenz
zu erhöhen.
Ab diesem Zeitpunkt war es nun möglich, Edelsteine
in ihre vorteilhafteste Form zu bringen, die Lichtreflektion
optimal auszunützen und somit eine ideale Brillanz
zu erreichen.
Die erste Stufe dieses Prozesses
nennt man Ebauchieren oder Vorschleifen – hier wird
das Rohmaterial (meist mit Hilfe einer diamantbesetzten
Kreissäge) in die gewünschte Form und Größe
gebracht. Als nächster Schritt erfolgt das Facettieren
– zu diesem Zweck wird der Edelstein mit Steinkitt
auf einen sogenannten Kittstock geklebt und dann auf einer
Schleifscheibe bearbeitet. Während dieser Vorgänge
muß der Edelstein immer wieder mit Kühlflüssigkeit
behandelt werden. Zum Abschluß wird der bereits
fertig geschliffene Edelstein poliert, um den maximalen
Glanz zu erreichen. Dieser Effekt wird durch Schmelzvorgänge
an der Edelstein-Oberfläche und dem Entstehen einer
minimalen Schmelzschicht sogar noch verstärkt.
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