SMARAGD - seit der Antike ein grüne Kostbarkeit
Smaragd ist der mit Abstand teuerste Edelstein aus der Beryll-Gruppe und bereits seit dem Alten Ägypten der begehrteste grüne Farbstein. Sein Name entstammt dem griechischen Wort "smaragdos" und bedeutet "grüner Stein". Der daraus abgeleitete Begriff smaragdgrün steht bis heute stellvertretend für einen besonders attraktiven Grünton.
Die farbgebenden Substanzen im Kristallgitter von Smaragden sind Spuren von Chrom und/oder Vanadium, manchmal mit geringem Eisenanteil.
Natürliche Smaragde weisen fast ausnahmslos innere Merkmale auf, häufig bis an die Oberfläche reichend - diese werden als "Jardin" (französisch = Garten) bezeichnet. Mehr als 99% aller angebotenen Smaragde werden branchenüblich geölt, um auf diesem Weg eine optische Reinheitsverbesserung zu erzielen.
Völlig unbehandelte Smaragde mit entsprechenden Gutachten sind ebenso wie einschlussfreie Exemplare ausgesprochene Raritäten und erzielen Caratpreise, die weit über jenen von vergleichbaren weißen Diamanten liegen!
Smaragd ist relativ spröde, was besonders beim Schleifen dieses Edelsteines ein stetes Thema ist. Um empfindliche 90° Kanten zu entschärfen, wurde eigens ein rechteckiger Treppenschliff mit leicht abgeschrägten Ecken (was ihn zum Achteck macht) entwickelt, der bis heute auch Smaragdschliff genannt wird.
Aktuelle Qualitätsfunde liefern Kolumbien (für beste Exemplare bekannt), Brasilien und Sambia.
Eine optisch und qualitativ zumindest gleichwertige, aber weitaus seltenere und stets unbehandelte Alternative zum Smaragd ist die exquisite grüne Granat-Varietät namens Tsavorit aus Ostafrika.
Zusätzliche Informationen und gemmologische Angaben zu Smaragden finden Sie in unserem Edelsteinlexikon.